Naturorientiertes-Coaching

Wie funktioniert naturorientiertes Coaching?

„Keiner weiß besser, was ihm gut tut und für ihn notwendig ist, als der Betroffene selbst. Wir können einander also nicht beibringen, was für uns gut ist. Nicht mit noch so ausgeklügelten Techniken. Aber wir können einander dabei unterstützen, es selbst herauszufinden.“(Schmid, Peter F.: Der Personenzentrierte Ansatz Carl R. Rogers; www.pfs.kabelnet.at)

Die Basis des naturorientierten-Coachings ist die Annahme: Der Mensch ist Natur.
Im Chinesischen bedeutet das Wort Natur „Selbst-So“ (chin. = zirán). Wir kommen aus ihr und wir sind wie sie. Der Mensch ist ebenso wie Pflanzen und Tiere ein Teil der Natur und somit auch dem natürlichen Kreislauf und den damit verbundenen Prozessen unterworfen.

Die zweite Grundannahme stützt sich hierauf und geht davon aus, dass
a) wenn wir Natur sind, die Natur wie ein Spiegel unserer inneren Landschaft ist und diese bietet somit einen Zugang zu unserem inneren (noch unbewussten) Bild einer Antwort.
b) der Mensch in seinem Leben mehrmals – ebenso wie die Natur – Frühling, Sommer, Herbst und Winter erlebt. Und dass jede Jahreszeit seine spezielle Qualität hat und wichtig ist für den inneren Entwicklungsprozess des Menschen.
c) jeder Mensch diese unterschiedlichen Qualitäten in ganz individueller Komposition in sich trägt, wie ein Potpourri an individuellen Fähigkeiten und Begabungen.
Die einen schon mit in die Wiege gelegt und die anderen durch den individuellen Lebenslauf erworben und ausgebaut. Diese gilt es bewusst wahrzunehmen und zu stärken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des naturorientierten Coachings sind die intuitiven Spaziergänge in die Natur, bei denen unsere selektive Wahrnehmung der Natur oder unserer Umgebung dazu dient Antworten und Lösungsansätze sichtbar zu machen.

Grundprinzip hierbei ist die Tatsache, dass unsere Wahrnehmung selektiv ist. Je nachdem worauf gerade unsere Aufmerksamkeit gerichtet ist, nehmen wir bestimmte Dinge wahr und andere nicht. Wenn wir nun diese Aufmerksamkeit auf die eine uns gerade beschäftigende Frage richten, werden wir die Antwort dazu in dem finden, was wir im Außen wahrnehmen, also in dem Fall, in der Natur. Die Natur ist dabei ein Spiegel unseres noch unbewussten Bildes einer Antwort. Nun gilt es dem Klienten das Bild zu spiegeln (siehe unten), damit ihr/ihm selbst die darin zum Ausdruck kommende Lösung bewusst werden kann.

Was heißt spiegeln?
Spiegeln bedeutet eine vom Klienten erzählte Geschichte mit den Worten des Klienten 1:1 wieder zu geben. Hierbei gibt der Coach an den Klienten zurück, was er an Inhalt und Gefühl von seinem Gegenüber verstanden hat. Dies ähnelt dem Bild eines vorgehaltenen Spiegels. Diese Methode stammt aus der klientenzentrierten Psychotherapie. Begründer der Methode ist Carl Rogers. Hierbei findet eine reine Wiedererzählung des vom Klienten Erlebten und Wahrgenommenen statt. Bei Unklarheiten der Bedeutung wird der Klienten durch gezielte Fragestellung dabei unterstützt die Antwort für sich zu deuten.

Die Aufgabe des Coachs ist es as entstandene Bild bzw. die vom Klienten wiedergegebene Geschichte zusammen mit dem Klienten in eine alltagstaugliche Antwort zu übersetzen.
Grundannahme dabei ist, dass (nur) der Klient die für ihn „richtige“ Antwort kennt und immer am besten weiß, was gut für ihn ist. Der Coach hilft nur dabei die Antworten zum Vorschein zu bringen.

Mein Ziel sehe ich außerdem darin, mit dem Klienten zusammen pragmatische und alltagstaugliche Lösungsansätze und Handlungsweisen zu erarbeiten, die sich leicht und Schritt für Schritt umsetzen lassen.

Die innere Haltung
Es ist mir sehr wichtig den Klienten stets liebevoll, mitfühlend und wertschätzend  von Mensch zu Mensch zu begegnen und eine Ressourcen-stärkende Ausrichtung zu verfolgen.
Dabei sehe ich mich als einen Menschen, der bereit ist, sich ganz auf die Welt des ande­ren einzu­lassen, zu versu­chen, ihn zu verste­hen und zu begleiten, und dabei  selbst ein suchender, verletzli­cher, um das Gelingen des ei­genen Le­bens rin­gender Mitmen­schen zu bleiben.