Löwenzahn

Beim Löwenzahn handelt es sich um ein echtes Multitalent. Nicht nur seine Blüten, sondern auch seine Knospen, Blätter und Wurzeln lassen sich hervorragend in der Küche verwenden:

Aus den gelben Blüten lässt sich wirklich kinderleicht ein nach Honig duftendes Gelee oder Sirup herstellen. Er wird auch „Löwenzahnhonig“ genannt und schmeckt wunderbar in Joghurt oder auf Brot. Der Sirup ist verdünnt mit Mineralwasser oder auch mit gekühltem Prosecco eine willkommene Erfrischung im Sommer.

Die jungen Blätter im Frühjahr können in den Salat, Quiche, Pesto, Omelette oder Grüngetränke gegeben werden. Die älteren und auch bittereren Blätter eignen sich besser gekocht als Spinat oder Suppenbeilage.

Die Wurzel wird erst im Herbst geerntet, wenn die Pflanze ihre ganze Kraft für die Überwinterung in die Wurzel schickt, um sie dort zu speichern. Aus der gesäuberten, kleingeschnittenen und gerösteten Wurzel lässt sich ein leckerer Kaffee herstellen.

Rezepte
Löwenzahnblütengelee (siehe hier)
Neun-Kräuter-Suppe (siehe hier)
Wildkräuter-Quiche
Wildkräuter-Pesto
Löwenzahnknospen-Kapern

Geröstete Löwenzahnknospen

Grüngetränk (siehe hier)
Löwenzahn-Kaffee

Sammelgut
Blätter, Blüten, Knospen und Wurzeln

Verwendung
Wurzeln und Blättern: „Kaffee“ und Tee
Blätter: Tee, Salat, Löwenzahn-Pesto
Blüten: Löwenzahnblütenhonig oder -Gelee
Knopsen: Kapern oder gebratene Knospen

Inhaltstoffe
Löwenzahn enthält etwa 50 mal soviel Karotinoide wie andere Salate, Vitamin C und E, B Vitamine, Mineralstoffe, wie Kalium und Eisen, Spurenelemente, wie Zink und Kupfer, Inulin und Bitterstoffe. Gerade letztere fehlen uns heute häufig in unserer Ernährung. Sie regen in Magen, Galle und Leber die Bildung von Verdauungssäften an. Daher war der Löwenzahn auch früher schon sehr beliebt bei Frühjahrskuren und Bestandteil der Neun-Kräuter-Suppe.

Heilkunde
In der Volksheilkunde diente er als harntreibendes Mittel und wurde bei Leber- und Gallenleiden empfohlen. Wissenschaftlich anerkannt ist die Anwendung von Löwenzahnwurzel und -kraut bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und zur Förderung des Gallenflusses in Form einer besseren Gallenblasenentlehrung.

Hinweis! Löwenzahn kann aber auch Magenbeschwerden auslösen und sollte nicht angewendet werden bei Gallensteinen, Darm- und Gallenverschluss. Bitte fragen Sie daher immer erst Ihren Arzt!

Die Autorin/Verfasserin gibt weder direkt noch indirekt medizinische Ratschläge, noch empfiehlt sie die Anwendung einer Diät als Behandlungsform für Krankheiten ohne begleitende medizinische Beratung. Ernährungsfachleute und andere Experten auf dem Gebiet der Gesundheit und Ernährung vertreten unterschiedliche Meinungen. Es liegt nicht in der Absicht der Autorin/Verfasserin, Diagnosen zu stellen oder Verordnungen zu erteilen. Alle Hinweise auf Heilwirkungen und Gebrauch von Heilpflanzen haben ausschließlich informativen Charakter.
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Die Autorin/ Verfasserin und der Herausgeber empfiehlt hinsichtlich eigener Anwendung ausdrücklich Rücksprache mit Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

 

 

Quellen:

  1. Hensel Dr., Wolfgang, Kosmos Naturführer, Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co KG, Stuttgart, 2007, S. 197
  2. Hirsch, Siegrid: Frühjahrskur mit Wildkräutern, Freya Verlag GmbH, 2016
  3. Mayer Dr., G.; Uehleke Prof. Dr., B.; Saum, K: Das Grosse Buch der Klosterheilkunde, Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen, Vorbeugen, behandeln und heilen,Zabert Sandmann GmbH, München, 2013, S. 12
  4. Das große Buch der Heilpflanzen von A-Z,  Heil- und Kräuterkunde, Zubereitung der Heilmittel, Wirkung der Pflanzen, Homöopathie, heilwirksame Pilze, Kräuterliköre, Teemischungen / [aus dem Tschech. von Peter Zieschang], Ungekürzte Lizenzausg, [Rheda-Wiedenbrück ; Gütersloh] : RM-Buch-und-Medien-Vertrieb, 2002, Originaltitel: Priroa leci